Spannung:5 out of 5 stars (5,0 / 5)
Horrorelemente:5 out of 5 stars (5,0 / 5)
Schreibstil:4.5 out of 5 stars (4,5 / 5)
Charaktere:4 out of 5 stars (4,0 / 5)
Gesamteindruck:4.5 out of 5 stars (4,5 / 5)

Ich kann gar nicht mehr genau sagen, wie ich auf dieses Buch gekommen bin. Vor einigen Tagen habe ich auf Twitter nach ein paar Buchvorschlägen gefragt und soweit ich weiß, war „Der Angsfresser“ dabei.

Der Klappentext dazu lautet wie folgt:

Angst, Blut und Schmerz.

Chester Harris will mehr davon. Er ist Horrorautor und es stellt ihn nicht länger zufrieden, die Leser mit seinen Gruselgeschichten zu erschrecken. Daher lädt er zu einem Horrorabend ein, der seinen ahnungslosen Gästen alles abverlangt. Sie müssen ein Spiel um Leben und Tod überstehen, indem sie die eigenen Grenzen überschreiten. Angst, Blut und Schmerz stehen auf Chesters Speiseplan und er wird viel davon bekommen.

Da ich in meiner Jugend selbst „Psycho-Thriller“ geschrieben habe und total gerne Bücher mit „gut geschriebenen“ Psychopathen lese, war für mich klar, dass ich dieses Buch lesen muss.

So kam es, dass mir „Der Angstfresser“ tatsächlich zum Geburtstag geschenkt wurde (neben ein paar anderen Büchern) und ich erinnerte mich an den spannenden Klappentext. Das würde ich als nächstes lesen!

Spannung

5 out of 5 stars (5 / 5)

Eines Tages nahm ich das Buch in die Hand und fing an, zu lesen.
Schon nach den ersten drei Seiten war klar: Ich brauche mehr davon!
Es war so spannend, dass ich innerhalb kürzester Zeit die ersten hundert Seiten las. Am liebsten hätte ich das Buch an Ort und Stelle verschlungen und komplett durchgelesen, aber Arbeit und Haushalt ließen es nicht zu. Es musste also noch ein paar Tage warten, bis ich das Ende erleben durfte.

Dazu sei gesagt, dass das Buch „nur“ 204 Seiten hat und somit recht schnell gelesen ist.

Als mein Freund von der Arbeit nach Hause kam, erzählte ich ihm aufgeregt von dem Buch und las ihm das erste Kapitel vor.
Was soll ich sagen? Er war ähnlich gefesselt von der Geschichte wie ich.

Damit ich hier niemandem dem Spaß am Buch verderbe, werde ich aber nichts von der Handlung verraten.

Keine Frage: Im Sinne der Spannung erhält das Buch von mir auf jeden Fall fünf Sterne.

Horrorelemente

5 out of 5 stars (5 / 5)

Von den eingebauten Horrorelementen war ich beim Lesen sehr beeindruckt. An der ein oder anderen Stelle hat es mich an meinen eigenen kleinen Psycho-Thriller von „Früher“ erinnert. Damals habe ich versucht, so viele kreative Folter-Methoden wie möglich zu finden, um sie in der Geschichte zu verwenden.

Obwohl ich durch meine eigenen Recherchen schon einige Methoden kannte, habe ich in „Der Angstfresser“ noch mehr interessante Art und Weisen gefunden, mit denen man Menschen eine höllische Angst einjagen kann. So seltsam das klingt: Mir hat die Vielfalt und Kreativität an dieser Stelle sehr gut gefallen.

Ich werde an dieser Stelle aber auch nichts weiter verraten. Vollkommen gerechtfertigt gibt es also auch fünf Sterne für die Horrorelemente.

Schreibstil

4.5 out of 5 stars (4,5 / 5)

Ich mochte den Schreibstil.
Es fiel mir leicht, der Handlung zu folgen und einfach immer weiter zu lesen. Beim Wechsel von Kapiteln stand oben immer, aus wessen Sicht das folgende Kapitel geschrieben ist. Das hat mir die kleine „Umstellung“ immer sehr erleichtert.
Es hat nicht lange gedauert, bis ich auch anhand der Schreibweise erkennen konnte, aus wessen Sicht das Ganze gerade geschrieben wurde.
Sehr interessant, wie Tanja Hanika es geschafft hat, jedem Charakter eine eigene Sicht und Schreibweise zu bescheren. Aber zu den Charakteren komme ich im nächsten Abschnitt noch.

Warum keine fünf Sterne für den Schreibstil?
Wenn ich hier jetzt rigoros mit fünf Sternen durchmarschiere, dann gibt es keine Luft mehr nach oben.
Ich mochte den Schreibstil, aber es war nicht so super-mega-krass-überragend. Das ist nicht negativ gemeint. Es war gut, der Schreibstil hat super zum Thema und zur Handlung gepasst und auch die Bilder vom Ekel und Grauen der Methoden werden sehr gut vermittelt.

Keine Frage – Tanja Hanika kann auf jeden Fall schreiben und gerade die Wechsel der Personen hat sie richtig gut drauf!

Also viereinhalb Sterne für den Schreibstil!

Charaktere

4 out of 5 stars (4 / 5)

Bei den Charakteren kommen wir zu einem Kritikpunkt meinerseits. An sich gefallen mir psychopathische Charaktere, die total verrückt sind. Manchmal fällt es einem natürlich schwer, die Motive zu verstehen.
Der Hauptcharakter „Chester“ (der Horrorautor) ist genau so eine Person. Er greift zu sehr drastischen und grausamen Mitteln und jeder „normale“ Mensch würde sofort erkennen, dass er schlichtweg wahnsinnig geworden ist.

Es gibt allerdings ein paar Dinge, die ich seltsam finde.
Einerseits missfällt mir der Grund für ein paar seiner Taten. Es fühlt sich an manchen Stellen so an, als bestehe der Versuch, die grausamen Taten durch seine schlimme Vergangenheit zu rechtfertigen, aber das finde ich als Begründung irgendwie so abgedroschen.

Die Charaktere, die sich bei Chesters „Horrorabend“ befinden, finde ich noch ein bisschen schwieriger zu erfassen.
Bis zum Ende habe ich ein paar der Beziehungen der Charaktere untereinander nicht wirklich verstanden.
Ich glaube, dass mir bei den Charakteren die Tiefe gefehlt hat.

Ohne jetzt zu viel verraten zu wollen, sind mir auch ein paar der Entscheidungen der Charaktere ein Rätsel. Irgendwie wirkt es gegen Ende ein bisschen „gezwungen“. Von manchen Charakteren hätte ich da einfach etwas anderes erwartet. Es ist schwierig zu erklären.

Die Charaktere sind nicht schlecht, versteht mich nicht falsch. Sie sind durchaus interessant, aber mir hat einfach etwas Tiefe gefehlt.

Dadurch bekommt die Rubrik „Charaktere“ von „Der Angstfresser“ von mir vier von fünf Sternen.

Gesamteindruck

4.5 out of 5 stars (4,5 / 5)

Ich habe „Der Angstfresser“ sehr gerne gelesen. Es war äußerst kurzweilig und ich wollte zu jedem Augenblick wissen, wie es weitergeht.
Der Schreibstil hat gut zu den Horrorelementen und zum Thema gepasst und nur die Charaktere hätten eventuell etwas mehr Tiefe vertragen können.

Das Buch ist nichts für schwache Nerven, aber wenn Du gerne Horror liest und Dich nicht vor Blut und Ekel scheust, dann ist das Buch auf jeden Fall etwas für Dich!


Damit beende ich mein allererstes Rezension.
Ich übe noch! 😉

Kategorien: Rezensionen

0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.